Am 10. und 11. November 2025 durften wir zahlreiche Anwenderinnen und Anwender zum diesjährigen eKWB‑Anwendertreffen in Ingolstadt begrüßen. Über 50 Teilnehmer:innen aus knapp 40 Unternehmen nahmen an der 2-tägigen Veranstaltung teil. Gemeinsam mit dem Bayerischen Armeemuseum bot sich uns ein Veranstaltungsort, der Geschichte spürbar macht und zugleich einen besonderen Rahmen für Austausch, Dialog und neue Impulse geschaffen hat. Bereits zu Beginn war deutlich zu spüren, dass neben fachlichen Themen vor allem eines im Mittelpunkt stand: das persönliche Miteinander.
Austausch, der verbindet
Der erste Veranstaltungstag startete mit vielen Gesprächen bereits vor dem offiziellen Beginn. In den anschließenden Vorträgen rückten aktuelle Themen rund um Compliance, das eKWB und seine Zusatzmodule in den Fokus. Dabei ging es nicht nur um Funktionen und Prozesse, sondern vor allem um die Frage, wie das eKWB Anwender im Alltag bestmöglich unterstützen kann.
Besonders lebendig wurde der Austausch beim Praxisbericht zur BAFA‑Außenprüfung. Die offene Diskussionsrunde zeigte, wie wertvoll es ist, Erfahrungen zu teilen, Herausforderungen offen anzusprechen und voneinander zu lernen. Viele Beiträge aus dem Teilnehmerkreis machten deutlich, dass die Praxis oft komplexer ist als jede Theorie – und dass genau hier der Mehrwert eines Anwendertreffens liegt.
Auch der Vortrag zu genehmigungsrechtlichen Aspekten beim Export tragbarer Kriegswaffen stieß auf großes Interesse. Die Ausführungen machten deutlich, wie viel Unsicherheit und Interpretationsbedarf im Zusammenspiel von KWKG, WaffG und AWG im Arbeitsalltag bestehen. Die hohe Aufmerksamkeit während des Vortrags sowie die zahlreichen Nachfragen und Gespräche im Anschluss zeigten, wie groß der Bedarf an klarer Einordnung, praktischer Orientierung und rechtlicher Sicherheit in diesem anspruchsvollen Umfeld ist.
Am Nachmittag verlagerte sich der Blick stärker in die Zukunft. Best‑Practice‑Beispiele aus der eKWB‑Anwendung sowie die interaktive Session zur Weiterentwicklung des eKWB 3.0 machten deutlich, dass das System nicht nur für, sondern gemeinsam mit den Anwendern weiterentwickelt wird. Die zahlreichen Anregungen, Fragen und Ideen zeigten eindrucksvoll, wie intensiv täglich mit dem eKWB gearbeitet wird und welche zentrale Rolle es in der Kriegswaffenkontrolle der einzelnen Unternehmen einnimmt.
Der gemeinsame Abend bildete einen stimmungsvollen Abschluss des ersten Veranstaltungstags. In entspannter Atmosphäre beim gemeinsamen Abendessen wurde der fachliche Austausch auf persönliche Weise fortgesetzt. Abseits der Vortragsagenda entstanden Gespräche, in denen Erfahrungen geteilt, Perspektiven erweitert und Kontakte geknüpft wurden. Bestehende Netzwerke wurden vertieft und neue Verbindungen geschaffen, mit viel Offenheit und gegenseitigem Interesse.
Geschichte erleben
Der zweite Veranstaltungstag führte die Teilnehmer in die Ausstellungen des Bayerischen Armeemuseums. Die exklusiven Führungen boten eindrucksvolle Einblicke in die Militärgeschichte und schufen gleichzeitig Raum für Gespräche in einem außergewöhnlichen Umfeld.
Viele Teilnehmer empfanden diese Verbindung aus fachlichem Austausch und historischem Kontext als besonders inspirierend. Die Gespräche setzten sich fort, oft mit neuen Perspektiven und fernab des klassischen Konferenzrahmens.
Dank
Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Offenheit, das Vertrauen und die vielen wertvollen Impulse. Ein besonderer Dank gilt dem Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt für die hervorragende Zusammenarbeit und den besonderen Rahmen.
Wir nehmen viele Eindrücke, Ideen und Anregungen mit und freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung des Dialogs bei kommenden eKWB‑Anwendertreffen.



